Es begann mit einem Haus im Frankfurter Bahnhofsviertel. Heute ist Roomers eine Design-Marke, die es bis in Marriotts höchste Kategorien geschafft hat — und die sich noch immer weniger wie ein Hotel anfühlt als wie eine Bar, in der man auch übernachten kann.
Ein Hotel, das sich wie eine Bar anfühlt

Roomers setzt nicht auf hellen Standard, sondern auf eine dichte, dunkle, sinnliche Gestaltung — Samt, Messing, gedämpftes Licht, eine Bar, die abends auch Gäste anzieht, die gar nicht übernachten. Das Zimmer ist dabei nicht der Mittelpunkt des Produkts; der Mittelpunkt ist das gesamte Erlebnis innerhalb des Hauses.
Für Eigentümer und Investoren ist genau das die interessante Verschiebung: Der Wert eines solchen Hauses entsteht nicht allein über Zimmer mal Auslastung mal Preis, sondern ebenso über Bar, Gastronomie und Atmosphäre — teils aus Nachfrage von Menschen, die nur für den Abend kommen.
Aus einem Haus wird eine Handschrift

Hinter Roomers stehen Micky Rosen und Alex Urseanu, die Köpfe der Frankfurter Gekko Group. Ihre erste gemeinsame Arbeit entstand um 2001 mit einem Haus im Bahnhofsviertel — daraus wuchs über die Jahre eine Gruppe mit einer eigenen, unverwechselbaren Designsprache. 2018 wurden die beiden als „Hoteliers of the Year“ ausgezeichnet, ausdrücklich für einen modernen Luxusbegriff aus Design, Barkonzepten und Gastronomie.
Entscheidend ist die Reihenfolge: Hier stand nicht zuerst eine Immobilie, für die anschließend ein Betrieb gesucht wurde. Am Anfang stand ein Konzept — und die Häuser sind seine Umsetzung. Aus einem Haus wurde eine Handschrift, und aus der Handschrift eine Marke.
Warum Unverwechselbarkeit zählt

In einem dichten Hotelmarkt wie Frankfurt ist die größte Herausforderung, überhaupt unterscheidbar zu sein. Ein Konzept löst genau dieses Problem: Je stärker eine Immobilie eine eigene Sprache spricht und je mehr Anlässe sie schafft, überhaupt vorbeizukommen, desto weniger austauschbar wird ihr Produkt.
Das schlägt sich wirtschaftlich nieder. Ein unverwechselbares Haus setzt höhere Raten durch, steht auf mehreren Ertragsbeinen statt nur auf der Zimmerauslastung — und wird für Betreiber wie für Investoren attraktiver. Ein eigenes Profil ist damit keine Frage der Dekoration, sondern der Wirtschaftlichkeit.
Ankunft in der Luxury Collection

Der stärkste Beleg dafür ist, wer sich an ein solches Konzept anlehnt. Das Roomers Frankfurt läuft heute unter der Autograph Collection von Marriott. Und das neue Roomers ParkView, 2026 im Frankfurter Westend eröffnet, geht sogar in die noch höhere Luxury Collection — mit 136 Zimmern und Suiten über 19 Etagen, Interieur des italienischen Designers Piero Lissoni, einer Bar OneSeven mit Skyline-Blick, einem Roomers Spa im obersten Geschoss und einem eigenständigen Restaurantkonzept.
Wenn eine globale Marke ein lokales Konzept in ihre höchste Kategorie aufnimmt, ist das mehr als eine Kooperation. Es ist die Bestätigung, dass das Konzept selbst einen Marktwert hat — einen, den die Marke nutzen möchte.
Was Eigentümer daraus ableiten

Für Eigentümer in Deutschland und Spanien folgt daraus dreierlei. Erstens: Konzept ist Wertschöpfung, nicht Beiwerk — es entscheidet über Rate, Wiedererkennung und Nachfrage, lange bevor über Ausstattungsdetails gesprochen wird.
Zweitens: Bar und Gastronomie sind eigenständige Ertrags- und Anziehungsquellen, nicht nur Service für Übernachtungsgäste. Drittens: Ein tragfähiges Konzept zieht Betreiber und Marken an — und macht ein Haus damit auch für Investoren interessanter.
Roomers hat in Frankfurt bewiesen, dass sich ein Gefühl rechnen kann. Für Eigentümer ist die Frage vor der Fläche deshalb nicht „Wie viele Zimmer?“, sondern „Was macht dieses Haus unverwechselbar?“.
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