Frankfurt · Eine Hotelgeschichte

Vom Bahnhofsviertel in die Luxury Collection

Micky Rosen und Alex Urseanu begannen mit einem Haus im Bahnhofsviertel. Daraus wurde Roomers — eine Design-Marke, die es bis in Marriotts höchste Kategorien geschafft hat.

September 2026  ·  4 Min. Lesezeit
Das Roomers Frankfurt bei Nacht — geschwungene Glasfassade an der Straßenecke
Roomers Frankfurt bei Nacht — Ausgangspunkt einer Design-Marke.

Es begann mit einem Haus im Frankfurter Bahnhofsviertel. Heute ist Roomers eine Design-Marke, die es bis in Marriotts höchste Kategorien geschafft hat — und die sich noch immer weniger wie ein Hotel anfühlt als wie eine Bar, in der man auch übernachten kann.

Ein Hotel, das sich wie eine Bar anfühlt

Dunkle Lounge mit Kamin und Messinglampen im Roomers Frankfurt
Dunkel, sinnlich, design-getrieben: Bar und Lounge sind bei Roomers eigenständige Anziehungspunkte, nicht bloß Durchgang.

Roomers setzt nicht auf hellen Standard, sondern auf eine dichte, dunkle, sinnliche Gestaltung — Samt, Messing, gedämpftes Licht, eine Bar, die abends auch Gäste anzieht, die gar nicht übernachten. Das Zimmer ist dabei nicht der Mittelpunkt des Produkts; der Mittelpunkt ist das gesamte Erlebnis innerhalb des Hauses.

Für Eigentümer und Investoren ist genau das die interessante Verschiebung: Der Wert eines solchen Hauses entsteht nicht allein über Zimmer mal Auslastung mal Preis, sondern ebenso über Bar, Gastronomie und Atmosphäre — teils aus Nachfrage von Menschen, die nur für den Abend kommen.

Aus einem Haus wird eine Handschrift

Zimmer im Roomers Frankfurt mit dunkler, sinnlicher Gestaltung
Auch im Zimmer setzt sich die Handschrift fort — die Gestaltung ist wiedererkennbar, nicht austauschbar.

Hinter Roomers stehen Micky Rosen und Alex Urseanu, die Köpfe der Frankfurter Gekko Group. Ihre erste gemeinsame Arbeit entstand um 2001 mit einem Haus im Bahnhofsviertel — daraus wuchs über die Jahre eine Gruppe mit einer eigenen, unverwechselbaren Designsprache. 2018 wurden die beiden als „Hoteliers of the Year“ ausgezeichnet, ausdrücklich für einen modernen Luxusbegriff aus Design, Barkonzepten und Gastronomie.

Entscheidend ist die Reihenfolge: Hier stand nicht zuerst eine Immobilie, für die anschließend ein Betrieb gesucht wurde. Am Anfang stand ein Konzept — und die Häuser sind seine Umsetzung. Aus einem Haus wurde eine Handschrift, und aus der Handschrift eine Marke.

Warum Unverwechselbarkeit zählt

Lounge des Roomers Frankfurt mit skulpturalen Messinglampen und Samtmöbeln
Wiedererkennbarkeit statt Beliebigkeit: Ein starkes Konzept macht ein Haus unverwechselbar — und trägt höhere Raten.

In einem dichten Hotelmarkt wie Frankfurt ist die größte Herausforderung, überhaupt unterscheidbar zu sein. Ein Konzept löst genau dieses Problem: Je stärker eine Immobilie eine eigene Sprache spricht und je mehr Anlässe sie schafft, überhaupt vorbeizukommen, desto weniger austauschbar wird ihr Produkt.

Das schlägt sich wirtschaftlich nieder. Ein unverwechselbares Haus setzt höhere Raten durch, steht auf mehreren Ertragsbeinen statt nur auf der Zimmerauslastung — und wird für Betreiber wie für Investoren attraktiver. Ein eigenes Profil ist damit keine Frage der Dekoration, sondern der Wirtschaftlichkeit.

Ankunft in der Luxury Collection

Dachterrasse des Roomers Frankfurt mit Blick auf die Skyline
Rooftop mit Skyline-Blick — Höhe und Aussicht werden zum eigenen Anziehungspunkt.

Der stärkste Beleg dafür ist, wer sich an ein solches Konzept anlehnt. Das Roomers Frankfurt läuft heute unter der Autograph Collection von Marriott. Und das neue Roomers ParkView, 2026 im Frankfurter Westend eröffnet, geht sogar in die noch höhere Luxury Collection — mit 136 Zimmern und Suiten über 19 Etagen, Interieur des italienischen Designers Piero Lissoni, einer Bar OneSeven mit Skyline-Blick, einem Roomers Spa im obersten Geschoss und einem eigenständigen Restaurantkonzept.

Wenn eine globale Marke ein lokales Konzept in ihre höchste Kategorie aufnimmt, ist das mehr als eine Kooperation. Es ist die Bestätigung, dass das Konzept selbst einen Marktwert hat — einen, den die Marke nutzen möchte.

Was Eigentümer daraus ableiten

Badezimmer im Roomers Frankfurt mit freistehender runder Wanne
Bis ins Bad konsequent gestaltet — die Handschrift endet nicht an der Zimmertür.

Für Eigentümer in Deutschland und Spanien folgt daraus dreierlei. Erstens: Konzept ist Wertschöpfung, nicht Beiwerk — es entscheidet über Rate, Wiedererkennung und Nachfrage, lange bevor über Ausstattungsdetails gesprochen wird.

Zweitens: Bar und Gastronomie sind eigenständige Ertrags- und Anziehungsquellen, nicht nur Service für Übernachtungsgäste. Drittens: Ein tragfähiges Konzept zieht Betreiber und Marken an — und macht ein Haus damit auch für Investoren interessanter.

Roomers hat in Frankfurt bewiesen, dass sich ein Gefühl rechnen kann. Für Eigentümer ist die Frage vor der Fläche deshalb nicht „Wie viele Zimmer?“, sondern „Was macht dieses Haus unverwechselbar?“.

Unabhängige fachliche Einordnung. NOWA HOTEL LICENSE steht in keiner geschäftlichen Verbindung zum genannten Hotel, zur Gekko Group / Roomers oder zu Marriott. Angaben nach öffentlich zugänglichen Quellen (u. a. Roomers / Gekko Group; Marriott; Fachpresse). Bildmaterial vom Auftraggeber bereitgestellt; alle Marken- und Bildrechte liegen bei den jeweiligen Inhabern und sind vor Veröffentlichung freizugeben.

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